1000 und 1 Nacht (Zoom!) von Klaus Lage

1000 und 1 Nacht (Zoom!) von Klaus Lage

Veröffentlichung 1984
Deutschland Charts Platz 5

1000 und 1 Nacht (Zoom!) (Schreibweise auf der Erstveröffentlichung) ist ein Rocksong, der von der Klaus Lage Band gespielt wurde und von deren Keyboarder Göran Walger gemeinsam mit Diether Dehm (alias N. Heirell) und Klaus Lage selbst geschrieben wurde. Er erschien im Sommer 1984 als Single und sodann auch auf dem Album Schweißperlen. Mit Platz fünf in den deutschen Charts ist es Lages bis heute höchstplatzierte Single.

Musik und Text

Es handelt sich um einen Rocksong, der mit E-Gitarren und den Pianoklängen eines Synthesizer-Keyboards gespielt wird. Nach einem Keyboard-Intro beginnt der eigentliche Song; auch ein teils kurz zweistimmiges E-Gitarrensolo ist zu hören. Der Text handelt von zwei Freunden, die sich schon lange kennen und plötzlich, nachdem sie miteinander tanzen gegangen sind, eine starke Anziehung füreinander empfinden. „Tausend Mal berührt, tausend Mal ist nichts passiert / tausend und eine Nacht – und es hat Zoom gemacht.“ Der Text lässt allerdings offen, wie sich die Beziehung weiterentwickelt: „Doch so aufgewühlt hab’ ich dich nie gesehen / Du liegst neben mir und ich schäm’ mich fast dabei / was war bloß passiert, wir wollten tanzen gehen / alles war so vertraut und jetzt ist alles neu.“ Klaus Lage sagte zum Text:

„Ich glaube, dass jeder das schon mal erlebt hat – jemandem nahe zu sein, und sie oder ihn dann plötzlich ganz anders kennenzulernen. Hab ich auch schon erlebt.“

– Klaus Lage

Meiner Meinung nach kommem sich die beiden sexuell näher „Du liegst neben mir und ich schäm’ mich fast dabei“ obwohl Sie eigentlich „nur“ Freunde waren und bleiben wollten. Ich interpretiere den Text so, dass es hier um Sex zwischen einem befreundeten Paar geht das sich schon ewig kennt und eigentlich auch liebt (ohne es zu wissen).

Entstehung

Die Musik wurde vom Keyboarder der Gruppe, Göran Walger geschrieben, Klaus Lage und Diether Dehm schrieben den Text. Der Song entstand 1983 in den Niederlanden, wo die Eltern des Bassisten Martin Engelien ein Ferienhaus hatten und die Band in einem nahegelegenen Gemeindehaus proben konnte. Lage konnte sich nicht mehr an den Verfasser der Titelzeile erinnern; das Wort Zoom sei jedoch von ihm:

„Aber ich glaube das Zauberwort bei dem ganzen Lied war auch ‚Zoom‘! Deswegen haben wir auch das mit in den Titel eingebaut. Und ‚Zoom!‘ ist von mir, das ist wohl ganz klar! Das haben wir früher als ein Gag-Wort genommen, wenn man – wie in den Comics – eine Art von Geschwindigkeit ausdrücken wollte. Dann hat man ‚Zoom!‘ gesagt.“

– Klaus Lage

Der Song wurde dann in Köln aufgenommen und von Wolf Maahn produziert. Die beteiligten Musiker waren Martin Engelien (Bass), Wolf Simon (Schlagzeug), Rocco Klein (Gitarre), Göran Walger (Keyboards) sowie Klaus Lage selbst (Gitarre und Gesang).

Veröffentlichung und Rezeption

Die Single erschien im Sommer 1984. Sie erreichte Platz fünf der deutschen Charts und war 22 Wochen platziert, vom 25. Juni bis zum 19. November 1984. Auf der B-Seite befindet sich der Song Mamas Liebling. Das Singlecover besteht aus schwarzen und weißen Schriftzügen auf grauem Grund und einigen Farbstreifen. Auch eine DDR-Ausgabe erschien 1985 als 7″-EP bei Amiga.

Die Band trat mit dem Song auch dreimal in der ZDF-Hitparade auf; am 30. Juni 1984 präsentierte sie ihn erstmals, konnte sich jedoch nicht unter den ersten drei platzieren. So hätte sie eigentlich keine weiteren Auftritte haben dürfen. Als Ausnahme wurde ihr aufgrund des zwischenzeitlichen großen Erfolges des Songs jedoch gestattet, den Song im Herbst ein zweites Mal als Neuvorstellung zu präsentieren. Die Band wurde dann per TED-Abstimmung am 22. September 1984 auf den ersten Platz gewählt und durfte daher in der folgenden Ausgabe am 20. Oktober den Song wiederum spielen. Am 8. Dezember 1984 spielte die Klaus Lage Band den Song darüber hinaus in Thommys Pop Show extra im ZDF. Auch in Die Superhitparade – Hits des Jahres ’84 am 17. Januar 1985 spielte die Gruppe 1000 und 1 Nacht (Zoom!).